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 "Epilepsie, bleib cool!"
 Betroffene kommen zu Wort
 Epilepsie Beratung
 Erste Hife bei einem Anfall
 Kunstplakat Aktion
 Epilepsie in Zahlen
 Unterstützer der Kampagne
Diakonisches Werk Hochtaunus - Heuchelheimer Str. 20 - 61348 Bad Homburg - www.diakonie-htk.de
IMPRESSUM
Epilepsie-Aufklärungskampagne in 12 hessischen Städten
Unter dem Motto „Epilepsie braucht Offenheit“ startet am 30.04.16 in Wiesbaden die Aufklärungskampagne des Diakonischen Werkes Hochtaunus, die mit Unterstützung von Aktion Mensch finanziert wird und unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier steht. In 12 hessischen Städten wird auf die chronische Erkrankung Epilepsie aufmerksam gemacht. Zum Austausch am Info-Pavillon stehen Vertreter der Selbsthilfe, Epilepsieberatung und Neurologie zur Verfügung. Ein Rahmenprogramm mit kostümierten Stelzenläufern, einem Wurfspiel und Stationen für die Sinne, lädt zum Innehalten ein. Mut machende (Vor) Bilder zeigen, dass Epilepsie kein Hindernis zu einem erfolgreichen Leben sein muss. Abgerundet wird der Aktionstag mit einem, zum Thema für Laien ausgerichteten, Vortrag eines Arztes für Neurologie. Als Epilepsie wird ein Krankheitsbild beschrieben, bei dem es spontan und wiederholt zum Auftreten von epileptischen Anfällen kommt. Es gibt verschiedene Arten von Epilepsien, die sich in Form, Wirkung und Anfallshäufigkeit unterscheiden. Epilepsien betreffen 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung und gehören damit zu einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen. In Hessen sind etwa 40.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen. Wer Epilepsie hat, verschweigt sie häufig, isoliert sich selbst und ist von Stigmatisierung und Ausgrenzung bedroht. Diese findet an Schulen, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Leben statt. Eine Ursache davon ist die unzureichende Information der Bevölkerung über die chronische Erkrankung Epilepsie und über Erste Hilfe Maßnahmen. Ein offener Umgang mit Epilepsie hilft den Betroffenen und deren Angehörigen am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und selbstbewusster mit der Krankheit umzugehen. Durch die Aufklärungskam- pagne kann der Unsicherheit im Umgang mit Betroffenen und ihrer Stigmatisierung entgegen gewirkt werden. Die Abschlussveranstaltung findet am 08.10.2016 in Frankfurt am Main statt.
hat die Wissenschaft große Fortschritte gemacht und ermöglicht frühe Diagnosen und gezielte Therapien. Nicht zuletzt sind Betroffene oft Vorurteilen, bis hin zu Ausgrenzung ausgesetzt, weil es in der Öffentlichkeit an Wissen über die Erkrankung mangelt.  Die Gesellschaft steht daher in der Verantwortung, betroffene Menschen und ihre Angehörigen nicht allein zu lassen und gleichzeitig auch einer breiten Öffentlichkeit Informationen zu vermitteln. Überdies ist wichtig, dass ein so komplexes Thema von verschiedenen Seiten her angegangen wird, und ich freue mich daher über die Unterstützung durch die Aktion Mensch. Der Aufklärungskampagne wünsche ich viel Erfolg und eine hessenweit große Resonanz.
Volker Bouffier, Hessischer Ministerpräsident
Mit „Epilepsie braucht Offenheit“ startet eine Aufklärungskampagne des Diakonischen Werks Hochtaunus, die hessenweit ein wichtiges Gesundheitsthema ins Zentrum rückt. Das Thema Gesundheit besitzt für Hessen traditionell einen hohen Stellenwert und die Unterstützung einer qualitätsgerechten sowie patientenfreundlichen Versorgung Kranker ist ein wichtiges Ziel unserer politischen Arbeit. Bereits die hohe Zahl an Epilepsie-Erkrankungen verdeutlicht die Bedeutung dieser Initiative. Die Konsequenzen einer unzureichend behandelten Epilepsie sind hart, dabei
Grußwort des Hessischen Ministerpräsidenten und Schirmherren der Kampagne Volker Bouffier 
Epilepsien sind eine Gruppe ganz unterschiedlicher Erkrankungen. Allen ist gemeinsam, dass von Zeit zu Zeit Anfälle auftreten, meist ohne erkennbaren Anlass. Epileptische Anfälle werden durch Funktionsstörungen des Gehirns hervorgerufen. Ihre Erscheinungsbilder sind weitgehend davon abhängig, welche Bereiche des Gehirns gestört werden. Epileptische Anfälle werden in zwei Gruppen eingeteilt: in "fokale Anfälle", die von einem umschreibbaren Teil des Gehirns ausgehen, und in "generalisierte Anfälle", die von Anfang an das ganze Gehirn einbeziehen. Die Zuordnung bezieht sich nur auf den Anfallsbeginn. Grundsätzlich kann jeder fokale Anfall im Verlauf generalisieren.
Anfallsarten
Was ist Epilepsie?
Viele Menschen leiden stärker an den sozialen Folgen ihrer Epilepsie als an den Anfällen. Dies kann sich auf ihre beruflichen und persönlichen Lebensbereiche äußerst negativ auswirken. Dabei sind Menschen mit Epilepsie in der Regel ebenso leistungsfähig wie Menschen ohne Epilepsie. Je nach Ursache der Epilepsie, Anfallshäufigkeit und Art der Anfälle und Medikamente können sich jedoch spezielle Beschränkungen ergeben.
Häufigkeit
Epileptische Anfälle können sehr verschieden ablaufen und haben auch sehr unterschiedliche Auswirkungen auf das Alltagsleben der Betroffenen. Anfälle können von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten dauern. Das Bewusstsein kann während des Anfalls erhalten oder gestört sein. Manche Anfälle werden von Laien gar nicht als solche erkannt. Bei anderen kommt es zu auffälligen Nesteln an der Kleidung oder zu heftigen Zuckungen am ganzen Körper - unter Umständen verbunden mit einem Sturz.
Ursachen
Behandlung
Jeder kann epileptische Anfälle bekommen. Man schätzt, dass 5% aller Menschen im Lauf ihres Lebens mindestens einen epileptischen Anfall bekommen (May/Pfäfflin 2000).  Jedoch nur ein Teil von ihnen entwickelt eine Epilepsie, d.h. entwickelt wiederholt Anfälle. Mit einer Prävalenz zwischen 4 - 8 pro 1000 Einwohnern zählen Epilepsien weltweit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Epilepsien können in jedem Lebensalter auftreten, die meisten beginnen jedoch vor dem 20. Lebensjahr. Es wird geschätzt, dass in Deutschland pro Jahr etwa 400.000 Menschen wegen ihrer Epilepsie einen Arzt aufsuchen (May, Pfäfflin 2000). Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein Teil der Betroffenen nicht zum Arzt geht. Unkenntnis über die Erkrankung, Scham und Furcht vor Stigmatisierung sind Gründe, weshalb Menschen mögliche Hilfen nicht in Anspruch nehmen.
Quelle: Bethel, Epilepsie verstehen, Gesellschaft für Epilepsieforschung e.V. Saronweg 46, 33617 Bielefeld- Bethel
Die meisten Epilepsiekranken können durch eine gezielte Behandlung anfallsfrei werden und ein "normales" Leben führen. Grundsätzlich wird versucht, die Epilepsie mit einem Medikament zu behandeln (Monotherapie). In seltenen Fällen sind Kombinationstherapien erforderlich. Wenn die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht und die Anfälle von einer umschriebenen Region des Gehirns ausgehen (fokale Epilepsien) kann u. U. mit einer Operation das kranke Gewebe entfernt werden. In den letzten Jahren haben auch sog. "sanfte Therapien" in der Epilepsiebehandlung an Bedeutung gewonnen. Dazu gehören verhaltenstherapeutische Programme zur Selbstkontrolle von Anfällen (Aura- Unterbrechung, sensorischer Schutz), Programme zur Vermeidung anfallsgünstiger Faktoren (geregelte Lebensführung Ernährungsprogramme (ketogene Diät) und psychotherapeutische Programme.
Die Ursachen epileptischer Anfälle sind vielfältig. Ein großer Teil der Epilepsien entsteht durch Schädigung des Hirngewebes im Zusammenhang mit der Geburt, durch Hirnentzündung, angeborene Stoffwechselstörungen, Hirnblutungen, Tumore oder Unfälle, bei denen das Gehirn verletzt wird. Bei etwa der Hälfte aller Erkrankungen findet man mit den heutigen Untersuchungsmethoden keine Ursachen. Epilepsien sind keine Erbkrankheiten. Man vermutet jedoch, dass eine gewisse Neigung des Gehirns, mit Anfällen zu reagieren, vererbt werden kann. Nicht jeder, der diese Neigung hat, bekommt tatsächlich Anfälle. Es müssen zusätzliche Faktoren, wie z.B. eine Hirnschädigung dazukommen.  Der Begriff "Epilepsie" kommt aus dem griechischen Verb "epilambanein", welches "packen, jemand heftig ergreifen" bedeutet und auf die damalige Vorstellung einer übernatürlichen Verursachung hinweist.
Sozialmedizinische Bedeutung
Epiepsie in Zahlen...
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• Wie wirkt sich die Erkrankung auf die Berufswahl aus? • Was bedeutet sie für die Familie und Partnerschaft?  • Kann der Führerschein erworben werden?  • Wie überbrücke ich die Zeit der Fahruntauglichkeit?  • Was ist bei der Erziehung eines Kindes mit Epilepsie     anders als bei seinen gesunden Geschwistern?  • In welche Kindertagesstätte oder Schule soll es gehen? • Welche Unterstützungsangebote gibt es?
www.hephata.de
Epilepsie ist eine Erkrankung, die in unserer Gesellschaft immer noch mit großen Vorurteilen und Ängsten behaftet ist. Dabei handelt es sich um eine medizinisch gut behandelbare neurologische Funktionsstörung, von der in Hessen etwa 40.000 Menschen betroffen sind und die in allen Altersstufen vorkommt, besonders in der Kindheit und im Alter. Häufig kommt es vor, dass sich die Betroffenen aus Verunsicherung aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen und nicht selten fühlen sie sich von ihren Mitmenschen stigmatisiert. 
Diakonisches Werk HochtaunusEpilepsieberatung Bernhard Brunst, Diplom- Sozialpädagoge Heuchelheimer Straße 20 61348 Bad Homburg Telefon 0 61 72 - 30 88 03 Fax 0 61 72 - 30 88 37
Mit diesen und vielen weiteren Fragen kommen die Betroffenen und ihre Angehörigen in eine der hessischen Epilepsie-Beratungsstellen. Im Gespräch werden die Ratsuchenden ermutigt ein selbstbestimmtes Leben zu
führen, die eigenen Potentiale zu nutzen, sowie ihre gesetzlich garantierten Rechte wahrzunehmen. Vorrangiges Ziel der Beratung ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten, sowie die soziale und berufliche Integration (Inklusion) zu verbessern. Die Epilepsie-Beratungsstellen ergänzen damit in sinnvoller Weise die medizinische Behandlung und die bestehenden Selbsthilfeangebote. Die Beratungsgespräche sind kostenfrei und unterliegen der Schweigepflicht.
schulzj@med.uni-marburg.de
Epilepsie - Beratungsstellen in Hessen
www.ukgm.de
Hephata-KlinkFachkrankenhaus für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie,  Epilepsie-Zentrum Epilepsieberatung Birgit Neif Schimmelpfengstraße 2,  34613 Schwalmstadt-Treysa Telefon 0 66 91 - 18 20 34
Epilepsie-Beratung für ein selbstbestimmtes Leben
stefan.gerlinger@uk-gm.de
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH,  Standort Marburg Klinik für Neurologie Interdisziplinäres Zentrum für Epilepsie Epilepsieberatung Juliane Schulz Diplom-Sozialarbeiterin Baldingerstraße 35043 Marburg Telefon 0 64 21 - 5 86 54 38
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbHStandort Gießen Abteilung für Neuropädiatrie,  Sozialpädiatrie und Epileptologie am Zentrum für Kinderheilkunde  und Jugendmedizin Epilepsieberatung  Stefan Gerlinger, Diplom-Pädagoge Feulgenstraße 12, 35385 Gießen Telefon 06 41 - 98 54 36 57
bernhard.brunst@diakonie-htk.de
birgit.neif@hephata.com
Prof. Dr. Felix RosenowLeiter Epilepsiezentrum  Frankfurt Rhein-Main am  Universitätsklinikum Frankfurt  und Vorsitzender des  Stiftungsbeirates
Fr. Prof. Dr. KnakeLeiterin EpilepsiezentrumMarburg
Unterstützer der Aufklärungskampagne
Prof. Dr. Karsten Krakow  Chefarzt Neurologische  Klinik Falkenstein,  Stiftungsbeirat Asklepios
Wolfgang Walther Vorsitzender der Deutschen  Epilepsievereinigung e.V.  Landesverband Hessen
Michael Hibler Leiter Diakonisches Werk  Hochtaunus Bad Homburg
Ruhig bleiben und die Person nicht alleine lassen Den Anfall genau beobachten: Wie viele Minuten dauert er? Nach Ende des Anfalls die Person behutsam ansprechen und ausruhen lassen So lange bei ihm/ihr bleiben, bis er/sie  wieder bei vollem Bewusst­sein ist (kann man z.B. durch Fragen nach heutigem Datum und Aufenthaltsort testen)
Den Kopf der Person weich lagern (z.B. Kissen,  Decke, Akten­tasche) und sie vor Verletzungen  schützen (z.B. Scherben oder Gegenstände wegräumen) Auf keinen Fall die Person festhalten, um  den Krampf zu stoppen Keine Gegenstände zwischen die Zähne klemmen Dauert der Anfall länger als 3 Minuten, den Notarzt  unter 112 benachrichtigen Die Person nach dem Anfall in stabile Seitenlage bringen
Erste Hilfe bei einem epileptischen Anfall
Zusätzlich bei einem großen Anfall „Grand Mal“:
Quelle: www.modellprojekt-epilepsie.de
LV Epilepsie Bayern e.V.LV Epilepsie Bayern e.V.  Doris Wittig-Moßner  Leharstr. 6  90453 Nürnberg  Tel.: 0911 - 18 09 37 47 
Mit freundlicher Genehmigung von Care-Line Verlag in Druck +Verlag Ernst Vögel GmbH
infomaterial@epilepsiebayern.de
www.epilepsiebayern.de/info.html
„Epilepsie? - Bleib cool!“ Flyer
Seitenauszug:
Du brauchst dich nicht zu schämen. Niemand ist makellos, jeder hat etwas, das er nicht so mag an sich.  Mit der Diagnose Epilepsie lässt es sich gut leben. Wichtig ist, dass du offen damit umgehst und deine Stärken siehst.   Du fühlst dich nicht behindert, wenn du dich nicht von anderen  behindern lässt beim Erreichen deiner Ziele. Finde heraus, woran du Freude hast und tue, was du liebst. Zweifel nicht an dir, nur weil andere der Ansicht sind, dass deine Epilepsie ein Hindernis wäre.  Du weißt, was du kannst und wo deine Grenzen sind. Vertraue darauf!  
Das Comic im Manga-Stil richtet sich an Epilepsie erkrankte Jugendliche und junge Erwachsene. Es erklärt zielgruppengerecht ohne Fachchinesisch, was man über Epilepsie wissen muss, wie man mit der Erkrankung umgehen soll und was zu beachten ist. Am Ende befindet sich ein kleines Epilepsie-Wörterbuch mit den wichtigsten Fachbegriffen.
Bestellmöglichkeit:
Schüler zweier Kunst-Grundkurse des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) übergaben 16 Kunstplakate im September 2012 der EpilepSie-Stiftung der Diakonie in Hessen. Seitdem ist die Ausstellung auf Tournee und kann ge- bucht werden. Wochenlang hatten sich die Schülerinnen und Schüler zweier Kunst-Grundkurse mit nur einer Frage beschäftigt: Wie kann ich die Öffentlichkeit mit einem Plakat auf die Erkrankung Epilepsie aufmerksam machen? „Für die Schülerinnen und Schüler war diese Gestaltungsaufgabe eine echte Heraus- forderung“, sagte die Kursleiterin Dr. Nevenka Kroschewski bei der Präsentation im Foyer des KFG. Allerdings waren die Kursteilnehmer zu Beginn des Projektes fachkun- dig in die Thematik eingeführt worden. Bernhard Brunst von der Epilepsie-Beratungs- stelle des Diakonischen Werkes Hochtaunus hatte die Jugendlichen zuvor über das Krankheitsbild Epilepsie informiert. Unterstützt wurde er dabei von Georg Thoma, der selbst als Kind an Epilepsie erkrankte und seinen Zuhörern schilderte, was eine Epilep- sie für die eigene Lebenswelt und die des Umfeldes bedeuten kann. Bevor die Schüler jedoch ihre Ideen in die Praxis umsetzen konnten, befassten sie sich theoretisch mit den Techniken visueller Kommunikation. So untersuchten sie zunächst Funktionsweisen der Bildwelt von Werbung und Propaganda und analysierten Bildstrategien im Spannungsfeld kommerzieller Manipulation und gesellschaftlich-politischer Aufklärung. Diese Vorarbeit half ihnen, das nicht einfache Thema „Epilepsie und Gesellschaft“ künstlerisch zu gestalten. Herausgekommen sind bemerkenswerte Arbeiten, die zur Freude der Kursteilnehmer und ihrer Kursleiterin von den Besuchern ausführlich gewürdigt wurden. Michael Hibler, Stiftungsbeirat der EpilepSIE-Stiftung, freute sich besonders: „Ihre Werke sind für unsere Stiftungsarbeit eine große Hilfe. Wir werden sie auf Wanderschaft schicken und können so in ganz neuer Weise auf die Erkrankung Epilepsie aufmerksam machen. Wer diese Plakate sieht, wird erkennen: ‚Wir sind alle Teil der Gesellschaft – egal, ob wir eine Beeinträchtigung haben oder nicht‘. Für Menschen mit Epilepsien ist das eine sehr wertschätzende Botschaft.“
16 Kunstplakate zum Thema Epilepsie und Gesellschaft auf Tournee
Sie können sich alle Plakate hier ansehen.
in Zusammenarbeit mit: 
Diakonisches Werk HochtaunusHeuchelheimer Str. 20 61348 Bad Homburg Telefon: 06172-308803 Telefax: 06172-308837 E-mail Diakonisches Werk: Inhaltlich verantwortlich:Michael Hibler, Leiter des Diakonischen Werkes Hochtaunus Das Diakonische Werk Hochtaunus ist Teil der Diakonie Hessen - Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen - Waldeck e.V., Ederstr. 12, 60486 Frankfurt/M. Das Diakonische Werk Hochtaunus verfolgt ausschliesslich gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main Vereinsregister-Nr.: 45 95 Umsatzsteuer ID-Nr.: DE114235519 Steuer-Nr.: 045 250 67318 Verantwortlich für diesen Web-Auftritt: Michael Hibler, Leitung Diakonisches Werk Hochtaunus Heuchelheimer Str. 20 61348 Bad Homburg Tel.: 06172-308803 Fax: 06172-308837 E-mail Diakonisches Werk:
Kampagnen Fotos:
www.renate-schildheuer.de
Webdesign:
dw@diakonie-htk.de
Impressum
www.blazekgrafik.de
Aktions Flyer mit Programm vom nächsten Aktionstag in den Städten
Broschüre „Epilepsie braucht Offenheit"
Downloads
Hier zeigen wir Bilder der Kampagne sobald die erste Aktion in den Städten stattgefunden hat...
Bilder der Kampagne
www.epilepsie-sh-hessen.de
Links
www.epilepsiestiftung.de
Betroffenen kommen zu Wort
Marion Witt, Ein Stück zwischen Fallsucht und Sehnsucht
Ina Meineke, Musikerin und Kulturmanagerin
Kontakt: Maron Witt compania-t | mail@compania-t.de | www.compania-t.de 
Marion Witt führt das Stück in Fulda im Rahmen der Aufklärungskampagne »Epilepsie braucht Offenheit« auf.
Georg Thoma, Langstreckenläufer aus Bad Homburg
»Wir möchten,dass jeder die Chance hat, über die Auseinandersetzung mit dem Stück seine eigenen Defizite zu akzeptieren und in sein Selbstbild und seinen Alltag besser zu integrieren. Das Theaterspiel schafft das“ „Willkommen in der Welt der zappelnden Glieder, dem Tanzen auf schmutzigem Grund“, singt Ursula, die seit 25 Jahren an einer Epilepsie leidet. Sie nimmt uns mit auf eine fantastische Reise durch EEG-Kurven und ‚steile Wellen’. Im Gepäck hat sie frischen Apfelstrudel, die richtige Dosierung von Dr. Düsseldorf, gute Ratschläge von der Selbsthilfegruppe und Uwes erotische Waldmeisterbrause. Ursula erzählt vom Begehren und Aufbegehren, bewegt sich durch ihr Leben und ihre Träume. Sie findet dabei nicht nur ein Stück Realität, sondern auch Lebendigkeit und Zufriedenheit. ‚Steile Welle‘ ist Beispiel für unseren persönlichen und sozialen Umgang mit Krankheit und Anders-Sein. „Wir haben alle unsere Anfälle, ob wir es wissen oder nicht“, lautet die provokante These des Theaterstückes.
»Ich habe allmählich gelernt, ganz normal mit der Krankheit umzugehen und wurde zu Hause auch nie verhätschelt« Viele Menschen mit einer schwer einstellbaren Epilepsie haben Angst vor Ausgrenzung und Stig- matisierung. Aber was heißt das eigentlich genau: Ausgrenzung? Welche Grenze ist da gemeint? Sehen kann man sie ja nicht – da gibt es keinen Schlagbaum und keine rote Linie. Also existiert diese Grenze vielleicht nur in der Vorstellung? Meine Erfahrung damit ist, dass viel mehr möglich ist, als man denkt. Wir haben doch so viele Fähigkeiten und Stärken! Klar gibt es Ängste. Aber je mehr wir unserer Stärke vertrauen und an uns glauben, je offener wir mit unseren Ängsten und der Krankheit umgehen, desto eher schaffen wir die „Normalität“, die wir uns so sehr wünschen. Dazu will ich Mut machen und unterstütze gerne die Auf- klärungskampagne „Epilepsie braucht Offenheit“ des Diakonischen Werks Hochtaunus und den Selbsthilfegruppen. Denn Offenheit erzeugt Selbstvertrauen.
»Ich habe alles durchgezogen, was ich wollte« Seit 25 Jahren lebe ich mit der Diagnose Epilespie, mit der Krankheit sogar schon länger, da es erst einige Jahre nach ihrem Auftreten zur Diagnose kam. Muss ich mich dafür schämen? Im Jugendalter war es mir oft unangenehm, wieso war ich plötzlich aus unerklärlichen Gründen niedergeschlagen und antriebslos? Wie peinlich war es, beim Ausgehen vor zum Teil unbekannten Leuten plötzlich mit einem starren Blick und einer verstellten Stimme belangloses Zeug daherzureden? Inzwischen sehe ich das anders: Trotz der Krankheit habe ich mein Abitur gemacht, studiert, geheiratet, zwei gesunde Kinder bekommen und habe den Job, den ich mir immer gewünscht habe. Die Epilepsie hat mich in dieser Zeit immer begleitet, aber selten daran gehindert, das zu erreichen, was ich mir vorgenommen habe. Wieso soll ich also nicht offen darüber reden? Im Nachhinein hätte ich es schön gefunden, schon nach der Diagnose Lei- densgenossen zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen. Denn ein gesunder Mensch kann nie und nimmer nachvollziehen, wie dreckig es einem in akuten Fällen mit dieser Krankheit mitunter gehen kann. Und wie unangenhem es sein kann, dafür bemitleidet zu werden. Offenheit der Krankheit gegenüber kann also nur von Vorteil sein und damit bin ich in den letzten Jahren eigentlich immer gut gefahren. Es ist also an der Zeit, dieses Tabu zu brechen, und ich würde mir sehr wünschen, dass es noch mehr Betroffene täten.
Achterbahn - Ein Dokumentarfilm über Kinder mit Epilepsie. Vier Kinder erzählen, wie sie ihre Epilepsie erleben, was ihnen Spaß macht und was sie nervt. Sie klettern, reiten, schwimmen, spielen Fußball…. genau wie andere Kinder in ihrem Alter auch. Im Bonusmaterial erklärt Dr. Polster aus Bethel, was Epilepsie ist, wie man sie behandelt und worauf man achten muss. Frau Hauser und Frau Horst-Hemke, beide in der Sozialberatung in Bethel tätig, erklären, welche Hilfen Eltern und Kinder in Anspruch nehmen können.